Ratgeber

Eigene Website und Domain oder reichen Instagram und Google?

Instagram, Portale und das Google-Profil bringen Reichweite, aber sie gehören Ihnen nicht. Hier erkläre ich, was eine eigene Domain ist, wann sie sich lohnt und wann ein Google-Profil vorerst genügt.

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Worum es auf dieser Seite geht

Viele Inhaber von Restaurants, Cafés und Imbissen fragen sich, ob sie überhaupt eine eigene Website brauchen. Instagram ist schnell eingerichtet, das Google-Unternehmensprofil kostet nichts, und auf Bewertungs- und Lieferportalen ist das Lokal oft ohnehin schon zu finden.

Meine Einschätzung: Eine eigene Domain und eine eigene Website gehören Ihnen. Alle anderen Kanäle sind geliehene Reichweite. Sie sind nützlich und ergänzen die Website, aber die Regeln bestimmt dort jemand anderes. Ehrlich gesagt reicht für manche Betriebe am Anfang auch ein gut gepflegtes Google-Profil. Im Folgenden erkläre ich, worin die Unterschiede liegen und wann sich welcher Schritt lohnt.

Was ist eine eigene Domain?

Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, also das, was Gäste in den Browser tippen, zum Beispiel gasthaus-linde-musterstadt.de. Eine eigene Domain registrieren Sie für Ihren Betrieb, sie ist also nicht an eine bestimmte Plattform gebunden.

Bewährt hat sich die Kombination aus Name und Ort. Sie ist leicht zu merken, am Telefon gut zu buchstabieren und passt zu dem, wonach Gäste bei Google suchen. Halten Sie die Adresse kurz und vermeiden Sie ungewöhnliche Schreibweisen. Bindestriche zwischen den Wörtern sind erlaubt und machen lange Namen lesbarer.

Die Endung .de

Für einen Betrieb in Deutschland ist .de die vertraute Endung, die viele Gäste ganz automatisch eintippen. Die Registrierungsstelle für alle .de-Domains ist die DENIC. Sie registrieren die Domain in der Regel über einen Anbieter (Provider), der oft gleich Webspace und E-Mail mitliefert. Laut DENIC gilt dabei: Wer zuerst kommt, erhält die Domain, und die Angaben zum Domaininhaber müssen korrekt und vollständig sein.

Neue Endungen wie .restaurant

Seit einigen Jahren gibt es zusätzlich Endungen wie .restaurant, .cafe oder .bar. Sie können eine gute Wahl sein, wenn Ihr Wunschname unter .de schon vergeben ist. Bedenken Sie aber, dass viele Gäste aus Gewohnheit .de eingeben. Wenn Sie eine neue Endung nutzen, lohnt es sich, die .de-Variante zusätzlich zu sichern und weiterzuleiten, falls sie noch frei ist. Die jährlichen Gebühren unterscheiden sich je nach Endung teils deutlich, ein Vergleich vor der Registrierung lohnt sich.

Domain und Hosting sind zwei verschiedene Dinge

Die Domain ist nur die Adresse. Das Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server (auch Webspace genannt), auf dem die Dateien Ihrer Website liegen. Beides wird oft zusammen in einem Paket gebucht, ist aber technisch getrennt. Deshalb können Sie später auch nur das Hosting wechseln und die Domain behalten.

Eigene Website oder Instagram und Facebook?

Instagram und Facebook sind stark, wenn es um Stimmung geht: das neue Gericht, der Blick auf die Terrasse, ein kurzes Video aus der Küche. Stammgäste bleiben so auf dem Laufenden, und neue Gäste bekommen einen Eindruck von Ihrem Lokal.

Für feste Informationen sind soziale Netzwerke dagegen unpraktisch. Beiträge rutschen nach unten, und Öffnungszeiten, Speisekarte oder Anfahrt sind oft nur mühsam zu finden. Welche Beiträge wie viele Menschen sehen, entscheidet die Plattform. Wer kein Konto hat, wird häufig nach kurzer Zeit zur Anmeldung aufgefordert. Wird Ihr Konto gesperrt oder gehackt, ist Ihr Auftritt im schlimmsten Fall weg, und Ihre Follower können Sie nicht mitnehmen.

Eine eigene Website zeigt die Speisekarte als echten Text, den Gäste auf jedem Gerät lesen und den Google auswerten kann. Laut einer Bitkom-Befragung (1.005 Personen ab 16 Jahren, veröffentlicht Juni 2024) schauen sich 53 % die Speisekarte vor einem Besuch online an. Mein Rat: Nutzen Sie Instagram für Neuigkeiten und die Website als feste Anlaufstelle. Verlinken Sie beide gegenseitig.

Eigene Website oder Portale?

Portale bringen Sichtbarkeit, weil dort bereits viele Menschen nach Lokalen suchen. Sie arbeiten aber nach eigenen Regeln und verdienen an Ihrem Betrieb mit. Man unterscheidet grob drei Arten.

Bewertungsportale

Einträge auf Bewertungsportalen entstehen oft ohne Ihr Zutun, etwa durch Gäste. Sie können dort meist nur begrenzt beeinflussen, welche Fotos und Angaben erscheinen. Häufig werden neben Ihrem Eintrag auch andere Lokale aus der Umgebung angezeigt. Pflegen Sie Ihren Eintrag trotzdem und verlinken Sie von dort auf Ihre Website.

Lieferportale

Ein Lieferportal kann zusätzliche Bestellungen bringen. Dafür fällt in der Regel eine Provision pro Bestellung an, und der Kontakt zum Gast läuft über das Portal. Wer bei Ihnen dort bestellt, sieht gleichzeitig die Angebote vieler anderer Betriebe.

Reservierungsportale

Online-Reservierung ist gefragt: In der genannten Bitkom-Befragung reservieren 47 % lieber online. Portale verlangen je nach Modell Gebühren, und der Gast bucht in einer Umgebung, die nicht Ihre ist. Nutzen Sie ein Reservierungssystem mit eigenem Zugang, kann ich es per Link oder Button in Ihre Website einbinden. So beginnt die Reservierung auf Ihrer Seite. Welche Inhalte daneben auf eine gute Restaurant-Seite gehören, beschreibe ich im Ratgeber zum Aufbau einer Restaurant-Webseite.

Homepage-Baukasten mit Subdomain

Viele Homepage-Baukästen bieten einen kostenlosen Einstieg. Die Seite läuft dann unter einer Subdomain, also einer Unteradresse des Anbieters, etwa ihr-lokal.beispiel-baukasten.de. Diese Adresse gehört dem Baukasten-Anbieter, nicht Ihnen. In kostenlosen Tarifen wird oft zusätzlich Werbung des Anbieters eingeblendet.

Wenn Sie später wechseln möchten, bleibt die Subdomain beim Anbieter. Gestaltung und Seiten lassen sich meist nicht oder nur eingeschränkt mitnehmen. Wer selbst basteln möchte, sollte deshalb zumindest eine eigene Domain auf den eigenen Namen verwenden, dann bleibt wenigstens die Adresse bei einem Umzug erhalten.

Das Google-Unternehmensprofil als Ergänzung

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der in der Google-Suche und in Google Maps neben den Suchergebnissen erscheint. Es ist kostenlos. Laut Google-Hilfe können Sie dort unter anderem Öffnungszeiten, Fotos, eine Website und je nach Kategorie eine Speisekarte sowie Links für Reservierungen hinterlegen.

Für manche Betriebe reicht das am Anfang: etwa für einen Imbiss mit kleiner Karte, festen Zeiten und vielen Stammgästen. Sind Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und ein paar gute Fotos gepflegt, finden Gäste das Wichtigste.

Die Grenzen: Gestaltung und Aufbau bestimmt Google. Andere Nutzer können Änderungen vorschlagen, und Ihre eigenen Änderungen prüft Google, bevor sie erscheinen. Für Räume zum Feiern, einen wöchentlichen Mittagstisch oder die Geschichte Ihres Hauses ist wenig Platz. Am stärksten ist das Profil, wenn es auf Ihre eigene Website verweist. Welche Schwerpunkte je nach Betriebsart sinnvoll sind, zeige ich im Ratgeber zur Gastronomie-Website für Café, Imbiss und Bar.

Tipp: Halten Sie Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer auf allen Kanälen gleich. Abweichende Angaben auf Website, Google-Profil und Instagram verunsichern Gäste.

Die Kanäle im Vergleich

KanalWem gehört die Adresse?StärkeGrenze
Eigene Website mit eigener DomainIhnen als DomaininhaberFeste Anlaufstelle, Speisekarte als Text, frei gestaltbarEinmalige Erstellung und laufende Kosten für Hosting und Domain
Instagram und FacebookDer PlattformBilder, Neuigkeiten, Kontakt zu StammgästenReichweite und Regeln bestimmt die Plattform
Bewertungs-, Liefer- und ReservierungsportaleDem PortalViele Suchende, bequeme AbläufeGebühren oder Provision, andere Lokale gleich daneben
Baukasten mit SubdomainDem Baukasten-AnbieterSchneller Einstieg in EigenregieAdresse und Gestaltung lassen sich kaum mitnehmen
Google-UnternehmensprofilGoogleSichtbar in Suche und Maps, kostenlosAufbau vorgegeben, wenig Platz für Details

Wem gehört die Seite, und wie klappt ein Umzug?

Bei einer eigenen Website geht es um zwei Dinge: die Domain und die Website selbst. Bei der Domain zählt, wer als Domaininhaber eingetragen ist. Das sollten Sie beziehungsweise Ihr Unternehmen sein, nicht eine Agentur oder ein Bekannter, der die Seite einmal eingerichtet hat. Ihr Anbieter kann Ihnen sagen, wer eingetragen ist.

Den Anbieter einer .de-Domain können Sie als Inhaber jederzeit wechseln. Dafür lassen Sie sich von Ihrem bisherigen Anbieter ein Passwort für den Wechsel geben, die sogenannte AuthInfo. Diese geben Sie dem neuen Anbieter. Laut DENIC verfällt die AuthInfo nach 30 Tagen und muss dann neu angefordert werden.

Für die Website gilt bei mir: Nach vollständiger Bezahlung haben Sie ein zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht und erhalten alle Zugangsdaten beziehungsweise Dateien. Sie können jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. Es gibt kein Abo und keine Mindestlaufzeit. Bei Instagram oder einem Portal gibt es dagegen nichts, was Sie mitnehmen könnten: Follower und Bewertungen bleiben auf der Plattform.

Laufende Kosten für Domain und Hosting

Domain und Hosting buchen Sie direkt bei einem Anbieter Ihrer Wahl und zahlen dort auch die laufenden Kosten, üblicherweise ab ca. 5 € pro Monat. Diese Kosten sind nicht im Paketpreis für die Erstellung enthalten. Bei der Auswahl eines passenden Anbieters helfe ich Ihnen.

Eine vollständige Rechnung mit Erstellung, laufenden Kosten und Pflege finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Restaurant-Website?.

Wie ich Ihnen helfe

Ich erstelle Homepages für Restaurants, Cafés, Imbisse, Bars, Gaststätten und Pensionen, und zwar zum Festpreis. Die Pakete Start (499 €), Business (699 €) und Profi (999 €) sind Einmalpreise inklusive 19 % MwSt. In allen Paketen richte ich die Seite auf Ihrem Webspace ein. Details stehen in der Übersicht der Pakete und Preise.

Rund um die Adresse und die Sichtbarkeit unterstütze ich Sie auf Wunsch zusätzlich:

  • Neue Domain: Ich helfe bei der Registrierung, und zwar auf Ihren Namen, damit die Domain Ihnen gehört.
  • Bestehende Domain: Ich helfe beim Umzug zu Ihrem neuen Anbieter.
  • Google-Unternehmensprofil: Ich helfe beim Einrichten des Profils und beim Verknüpfen mit Ihrer Homepage.

Ob für diese Hilfe zusätzliche Kosten anfallen und welchen Umfang sie hat, klären wir vorab. Eine bestimmte Platzierung bei Google kann niemand zusagen. Wie ein fertiger Auftritt aussehen kann, zeigen die Beispielseiten. Das sind Demoseiten mit Platzhalterinhalten, Ihre Seite gestalte ich mit Ihren eigenen Texten und Bildern.

Stand: 28.09.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV, Dresden

Pakete zum Festpreis

Einmalpreise inklusive 19 % MwSt., ohne Abo und ohne Mindestlaufzeit. Hosting und Domain laufen bei Ihrem eigenen Anbieter.

Paket Start

499 €inkl. 19 % MwSt., einmalig

Startseite, Kontaktseite, Design passend zu Ihrem Betrieb, Seiten für Impressum und Datenschutz, Einrichtung auf Ihrem Webspace.

Paket Business

699 €inkl. 19 % MwSt., einmalig

Alles aus Start, dazu Online-Speisekarte und SEO-Optimierung für Google.

Paket Profi

999 €inkl. 19 % MwSt., einmalig

Alles aus Business, dazu Bildergalerie, Schulung zur Pflege Ihrer Homepage und 30 Tage Support.

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Nur für Unternehmer · es gelten die AGB

Häufige Fragen

Soll ich Instagram aufgeben, wenn ich eine eigene Website habe?

Nein. Instagram eignet sich gut für Neuigkeiten und Bilder aus dem Alltag, die Website für feste Informationen wie Speisekarte, Öffnungszeiten und Anfahrt. Am besten verlinken Sie beide Kanäle gegenseitig.

Was mache ich, wenn meine Wunschdomain schon vergeben ist?

Bei .de gilt: Wer zuerst kommt, erhält die Domain. Oft hilft eine Variante mit Ort, mit Bindestrichen oder mit einer anderen Endung wie .restaurant. Wichtig ist, dass die Adresse gut zu merken und am Telefon leicht zu buchstabieren bleibt.

Kann ich eine Domain mit Umlaut verwenden?

Ja, .de-Domains dürfen Umlaute und ß enthalten. Weil viele Gäste Umlaute trotzdem als ae, oe oder ue eintippen, lohnt es sich, auch diese Schreibweise zu sichern und auf die Hauptadresse weiterzuleiten.

Kann ich die Adresse meiner Baukasten-Seite zu einem neuen Anbieter mitnehmen?

Eine Subdomain des Baukasten-Anbieters bleibt bei diesem Anbieter. Mitnehmen können Sie nur eine eigene Domain, die auf Ihren Namen registriert ist und mit dem Baukasten verbunden war.

Bekomme ich mit einer eigenen Domain auch eigene E-Mail-Adressen?

Mit einer eigenen Domain sind Adressen wie info@ihr-lokal.de möglich. Voraussetzung ist, dass Ihr Hosting-Tarif E-Mail-Postfächer enthält. Das steht in der Leistungsbeschreibung Ihres Anbieters.